Akademie für den ländlichen Raum HESSEN

Das Land ist nicht nur Landwirtschaft!

Früher galt auch in Deutschland: Land ist, wo Landwirtschaft ist. Die Dörfer und Regionen waren um die Eigentumsverhältnisse, die Notwendigkeiten und Rhythmen der arbeitsintensiven Landwirtschaft herum organisiert.

Seit der Industrialisierung hat sich die ganze gesellschaftliche Struktur des ländlichen Raums radikal verändert. Ein Umbruch, der immer noch anhält.

Die Landwirtschaft selbst ist inzwischen ein integraler Teil des globalisierten Kapitalismus. Auch hier zeigt sich dessen Janusköpfigkeit – enorme Dynamik, Produktivitätsschübe und gleichzeitig Folgekosten, die an die Substanz und bei der Landwirtschaft eben auch an die natürlichen Lebensgrundlagen gehen. Die Marktpreise für konventionell hergestellte Erzeugnisse sind niedrig, auch weil die ökologischen und Klimakosten nicht enthalten sind. Die massenhafte Nachfrage kommt aus den Städten und von einer Lebensweise, die sich den verschwenderischen und zerstörerischen Umgang mit Ressourcen leistet. Die allerdings immer mehr infrage gestellt wird.

Ein Beitrag im neuen  > Fluter (Nr. 67) < einer Zeitschrift der Bundeszentrale für politische Bildung -bpb.de-

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