Akademie für den ländlichen Raum HESSEN

Auftaktveranstaltung zur Entwicklung des „Aktionsplans für die Ländlichen Räume“

Am 12.09. stellte Umweltministerin Priska Hinz vor einem vollen Saal die Ziele und erste Inhalte des Aktionsplans für die Ländlichen Räume vor. Dieser „soll die Potenziale unserer mehr als 400 Kommunen und deren knapp 2.200 Dörfer weiter erschließen und unterstützen. Zukunft gestalten, nicht verwalten ist das Ziel. Beim Aktionsplan stehen unter anderem folgende Themen im Vordergrund: Arbeiten auf dem Land, Wohnen auf dem Land, Daseinsvorsorge, Mobilität und Gesundheit“, erläutert Hinz bei der Auftaktveranstaltung zur Entwicklung des Aktionsplans in Wiesbaden.

Für den Aktionsplan erarbeiten die Landesministerien gerade unter der Federführung der Stabstelle Ländliche Räume, die im Umweltministerium angesiedelt ist, in einer interministeriellen Arbeitsgruppe die Grundlage: Alle Informationen zur Förderprogrammen und Aktionen werden aktualisiert und zusammengetragen.

Ministerin Hinz beim Auftakt des „Aktionsplans für die Ländlichen Räume“ © HMUKLV
Ministerin Hinz beim Auftakt des
„Aktionsplans für die Ländlichen Räume“
© HMUKLV
Zudem plant die Arbeitsgruppe, sich in den kommenden Wochen Projekte vor Ort in Hessen anzuschauen, die sich für den Aktionsplan eignen könnten. „Die Hessinnen und Hessen bringen sich teilweise mit großem Einsatz in ihren Kommunen ein und stellen einiges auf die Beine, das hat unsere Wertschätzung verdient“, sagte Hinz.
Im Anschluss geht es darum, alle Programme, Aktionen, Ideen und neue Maßnahmen strategisch und ressortübergreifend zusammenzuführen. „Damit erreichen wir einen ganzheitlichen Aktionsplan, der die Themen der Ländlichen Räume zusammendenkt. Voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres werden wir den ersten Aufschlag für den Aktionsplan fertigstellen“.

Mit einem Impulsvortrag schärfte im Anschluss Ljubica Nikolic von der Georg-August-Universität in Göttingen den Blick dafür, wie wichtig der soziale Zusammenhalt ist, wenn es um die Vitalisierung ländlicher Räume geht. Sie stellte das Soziale-Orte-Konzept vor, das sie in einem interdisziplinären Projekt derzeit, unter anderem am Beispiel des Landkreises Waldeck-Frankenberg, entwickelt hat. „Wenn die Postfiliale, die Bank, der Laden und die Kneipe schließen, dann fehlen die Orte, an denen wir uns immer wieder begegnen, miteinander ins Gespräch kommen, Netzwerke bilden – und damit fehlt dann auch eine wichtige Grundlage für ehrenamtliches Engagement“, so Nikolic in ihrem Vortrag. Sie machte auch deutlich, dass das Zusammenspiel von Verwaltung, lokaler Wirtschaft und der Zivilgesellschaft eine große Bedeutung hat, wenn es darum geht, Orte für den Austausch zu schaffen.

Podiumsdiskussion beim Auftakt des<br />
„Aktionsplans für die Ländlichen Räume“<br />
© HMUKLV
Podiumsdiskussion beim Auftakt des
„Aktionsplans für die Ländlichen Räume“
© HMUKLV

Daran knüpfte auch die anschließende Podiumsdiskussion an: Mit Dr. Maren Heincke vom Zentrum für gesellschaftliche Verantwortung der evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau, Thomas Scholz, Bürgermeister der Gemeinde Mengerskichen, Herbert Fanese, Leiter des Fachpflegezentrums Bergstraße, Jens Gabriel, Leiter des St.-Josef-Hospitals Rheingau, Axel Eppich von Volunta und Vertreter der Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste in Hessen, Markus Potthof, Landesjugendfeuerwehrwart und Kreisjugendfeuerwehrwart im Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie Elisabeth Michlmayr von der Landjugend Limburg-Oberlahn war dafür gesorgt, dass die Herausforderungen und zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten der ländlichen Räume aus ganz unterschiedlichen Perspektiven deutlich wurden. Kerstin Weis von der Akademie für den Ländlichen Raum, die die Veranstaltung moderierte, fasste zusammen: „Was wir aus diesem Vormittag mitnehmen können ist, dass weiterhin noch viel getan werden muss, aber die Herausforderungen liegen auf dem Tisch, sie wurden und werden gehört, und das ist eine gute Basis dafür, dass sich auch weiterhin in den ländlichen Räumen Hessens etwas bewegt. Und gemeinsam können wir eine Menge bewegen.“

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